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Gute Noten für Privatschulen

Gute Noten für Privatschulen
Berliner Morgenpost vom 28.01.2002

Das Angebot wächst - und steht bei Eltern hoch im Kurs
Schule kann abschrecken. Immer mehr Eltern sind unzufrieden mit dem herkömmlichen Schulsystem - nicht erst, seit der Leistungsvergleich Pisa schonungslos die Schwächen der deutschen Schulwelt offenbart hat. Demotivierte Lehrer, überfüllte Klassen, veraltete Bücher und Unterrichtsmethoden - die Liste der Kritikpunkte ist lang. Um ihren Kindern pädagogische Tristesse zu ersparen, zahlen viele Eltern freiwillig drauf. Privatschulen gelten einer wachsenden Elternzahl als Alternative zum Pauken nach alter Manier. Auch in Berlin.
Seit 1995 haben in der Hauptstadt 35 Lehranstalten in freier Trägerschaft eröffnet. 121 Privatschulen gibt es mittlerweile, darunter 30 Grund-, 33 Oberschulen und 51 berufsbildende Schulen. Die rot-rote Koalition hat ihnen jetzt die Personalkostenzuschüsse von 97 auf 90 Prozent reduziert.
"Es geht mir ja gar nicht um eine Elite-Ausbildung", sagt Hendrikje Morawe. "Es geht mir darum, dass mein Sohn Philipp nicht den Spaß am Lernen verliert." Die Worte des Schulleiters hat Frau Morawe noch im Ohr. Sie wollte Philipp von der staatlichen Grundschule abmelden, wo er vor einem halben Jahr eingeschult worden war. Das Gespräch mit dem. Rektor war kurz: "Er hat mir gesagt, dass alle Eltern, die ihre Kinder auf eine private Schule geben, diesen Schritt irgendwann bereuen. Innerhalb von sechs Wochen würde er Philipp wieder zurücknehmen, danach nicht mehr. Und dass ich nicht glauben soll, dass mein Kind eine Elite-Ausbildung erhält, nur weil es auf eine Privatschule geht."
Auf die Frage des Rektors, was ihr denn an seiner Schule nicht gefallen hat, wartete die Mutter vergebens. Dabei hätte es einiges zu erzählen gegeben. Zum Beispiel, dass Philipp oft geweint hat, wenn er aus der Schule kam, dass er getadelt wurde, weil seine gemalte Zuckertüte nicht so schön aussah wie bei den anderen Kindern. Das wäre Philipp an einer Privatschule möglicherweise erspart geblieben.
Doch Privatschulen sind in BerIin noch dünn gesät - trotz der Steigerungsraten. Gerade fünf Prozent lernen nicht an staatlichen Schulen, in Hamburg sind es zehn, in Bayern zwölf Prozent. "Andere Bundesländer sind gegenüber Privatschulen fördernder eingestellt", sagt Thomas Land. Der Geschäftsführer des BEST-Sabel-Bildungszentrums kann sich den Vergleich erlauben. Das Zentrum unterhält Privatschulen in fünf Bundesländern, darunter auch neun in Berlin. Dass Rot-Rot die Personalkostenzuschüsse kürzt, hält er für "ein Unding". Das Land spare durch die "Privaten" nicht nur Ausbildungskosten, "der Staat kommt ohne sie gar nicht aus". Bei den Eltern stehen die Privatschulen hoch im Kurs. Die BEST-Sabel-Berufsfachschule für Design hat für ihre 80 Plätze jedes Jahr 800 Anfragen, die Katholische Grundschule Salvator in Reinickendorf musste ihre Schüler für die zwei ersten Klassen jüngst aus 300 Bewerbern auswählen.
Von 70 Prozent Schulen in freier Trägerschaft wie in den Niederlanden kann der Vorsitzende des Berliner Landesverbandes deutscher Privatschulen (a.D.) nur träumen.

"Aber die Entwicklung ist auch bei uns nicht aufzuhalten", meint Friedrich Pongratz. Der Diplom-Psychologe und Fluglehrer eröffnet im Februar eine neue Fachoberschule für Sozialwesen in Berlin. Die Albert-Einstein-Schule wirbt mit einem "ganzheitlichen Bildungskonzept". Auf dem Stundenplan steht nicht nur Fachunterricht, sondern auch Rhetorik, Berufsberatung, Management sowie ein Auslandsaufenthalt und Entspannungstraining.
Die Schule an die Schüler anpassen - das ist auch der Grundsatz der Klax-Grundschule in Prenzlauer Berg. Seit Dezember geht Philipp Morawe dort nun in die erste Klasse. "Philipp ist wie ausgewechselt", sagt seine Mutter. Dafür nimmt die alleinerziehende Studentin auch 500 Mark Schulgeld pro Monat in Kauf, die Familie hilft mit. Den Abschied von der staatlichen Schule, da ist sich Hendrikje Morawe sicher, "werde ich nicht bereuen".
 
Vollwertkost, Kreativität und Kunst
Kurz nach acht Uhr in der Klax-Grundschule in Prenzlauer Berg: Der sechsjährige Paul sitzt am Computer, am Tisch nebenan wird gepuzzelt, Leander malt eine Riesen-Geburtstagstorte. Es riecht noch nach Äpfeln und Vollkornbrot vom gemeinsamen Frühstück. Manche Kinder reden miteinander, andere beschäftigen sich still, niemand schreit. "Aufwärmphase" heißt der sanfte Einstieg in den Unterrichtstag an Berlins jüngster privater Grundschule.
15 Kinder lernen hier seit Anfang dieses Schuljahres, täglich von 8 bis 14 Uhr. Bis 17 Uhr gibt es Freizeitangebote. Die Schule kostet 500 Mark pro Monat, Frühstück, Mittagessen und Vesper inklusive. Gekocht wird Vollwertkost.
Hier werden Kinder als Persönlichkeiten betrachtet, "die ihren Lernprozess selbst in die Hand nehmen können, wenn ihr natürlicher Forscherdrang durch Lernangebote unterstützt und gefördert wird", heißt es in der Broschüre für Eltern. Ein pädagogisches Rezept, das bereits in den Berliner Klax-Kindergärten erprobt ist. Kreativität wird groß geschrieben, nicht nur im Unterricht. Im Atelier, das sich die Erstklässler der Klax-Grundschule mit dem benachbarten Kindergarten teilen, können sie ganz nach ihrem Geschmack malen, sägen und zimmern. Kunsterzieherin Petra Zinke ist "jeden Tag hin und weg", was die Kleinen zustande bringen.
Nein, an einer staatlichen Schule möchte sie nicht mehr unterrichten, wehrt Grundschullehrerin Petra Koch ab. Sie hat dort ihre Ausbildung absolviert. "Hier kann ich mich besser pädagogisch verwirklichen." In der staatlichen Schule sei der Unterricht doch oft auf den Lehrer zentriert und die Klassen so groß, dass man gar nicht jedem Kind gerecht werden könne.
Sie und ihre Kollegin führen ein pädagogisches Tagebuch, einmal pro Woche gibt es Teamsitzung, alle sechs Monate wird für jedes Kind ein Förderplan erstellt, der mit den Eltern besprochen wird. "In vielen staatlichen Schulen lassen sich die Lehrer nicht in die Karten schauen", sagt Schulleiter Holger Grenz. "Bei uns ist es normal, über Probleme zu reden."

 

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