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Freie Schulen wollen nicht mehr sparen
Kirchen und Vereine wehren sich gegen Kürzungspläne des Senats / Demonstration am 16. März
Berliner Zeitung vom 06.03.2002

Soviel Gemeinsamkeit war noch nie: sämtliche 44 Träger der 121 freien Schulen in Berlin - von der evangelischen und katholischen Kirche bis hin zu Montessori- und Waldorfvereinen - organisieren derzeit ihren Widerstand gegen die geplanten Kürzungen ihrer Zuschüsse. Am Montag soll eine Protestwoche beginnen, die ihren Höhepunkt am Sonnabend, 16. März, haben wird. Mit einer Demonstration und einer Kundgebung - symbolisch kurz vor 12 Uhr -wollen die Privatschulen auf ihre Schwierigkeiten aufmerksam machen. "Die Lage war für uns noch nie so ernst", sagt Detlef Hardorp, Sprecher der Waldorfschulen in Berlin und Brandenburg.
In den katholischen Kirchen werden bereits an diesem Wochenende Unterschriften gegen die Kürzungen gesammelt. Waldorfschüler werden demonstrativ von Montag an öffentliche Schulen besuchen, um sich über die Anmeldungsmodalitäten zu erkundigen, weil sie die Existenz ihrer Schule bedroht sehen. Andere Einrichtungen organisieren Podiumsdiskussionen. Bereits seit Tagen bekommen die Abgeordneten von SPD und PDS Hunderte von Karten und Briefen von Eltern, Schülern und Lehrern mit der Bitte, die Kürzungen nicht zu beschließen. "Es gibt eine ungeheure Welle der Solidarität", sagt Friedrich Pongratz, Vorsitzender des Verbandes deutscher Privatschulen.
Der Senat hat vor, die Zuschüsse für die freien Träger bis 2006 deutlich zu senken. Bislang bekommen die privaten Schulen 97 Prozent der Personalkosten, die an vergleichbaren öffentlichen Schule anfallen.

Dieser Anteil soll auf 90 Prozent gesenkt werden. Außerdem soll laut Koalitionsvertrag der Zuschuss für Reinigungskosten gestrichen werden. Von 2006 an erhofft sich der Senat Einsparungen von jährlich acht Millionen Euro. Senator Klaus Böger (SPD) hat die Kürzungen in der Vergangenheit für vertretbar erklärt. Das sei allerdings keine schul-, sondern eine finanzpolitische Entscheidung, hätte er gesagt. Sein Sprecher Thomas John verwies gestern darauf, dass durch die Kürzung das Förderniveau von 1990 erreicht werde."1985 lag es bei 85 Prozent". Die Privatschulen führen zwei Argumente gegen die Kürzung an. Ihr Unterricht sei kostengünstiger als in öffentlichen Schulen. Zwar bekommen sie Personalkosten - aber für ihre Bauten und für andere Sachkosten müssen sie selbst aufkommen. Insgesamt lägen ihre Aufwändungen rund ein Drittel niedriger als bei öffentlichen Schulen Die sieben Waldorfschulen ersparten dem Senat 5,38 Millionen Euro, hat Hardorp ausgerechnet. Das zweite Argument ist: Die Kürzung bedeute ein Sonderopfer, sagt Hardorp. Weil die'' Schulen nur die vergleichbaren Personalkosten bekämen, würden Einsparungen in öffentlichen Schulen direkt an sie durchgereicht. Die Kürzung wäre eine zusätzliche Belastung. "Für einige Schulen würde es das Aus bedeuten", sagt Hardorp. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Oppositionsparteien CDU, FDP und Grüne unterstützen den Protest.

Informationen im Internet unter:
www.freie-schulen-berlin.de

 

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